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Bundesfachschule für Orthopädie- Schuhtechnik
Ricklinger Stadtweg 90- 92, 30459 Hannover 
Germany 

 

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Hallo@BfO.de
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Stelzer@BfO.de
Biermann@BfO.de

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Webmaster: Hallo@KLEEBLATT.de

Impressum

2002

Die Bundesfachschule für Orthopädie-Schuhtechnik auf Expansionskurs 

Die Bundesfachschule für Orthopädie-Schuhtechnik auf Expansionskurs

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Durch Erweiterung der Räumlichkeiten der BfO am Ricklinger Stadtweg Nr. 90 stehen den zukünftigen Fort- und Weiterbildungsseminaren in Art und Umfang auf über 350 m² der neueste Stand der Technik und eine moderne Einrichtung, in einer optimalen Atmosphäre und sehr gut gelungener Kombination für Handwerk und Marketing zusätzlich zur Verfügung.

Nach nicht ganz einem Jahr der Planungen und der Übergabe der neu gestalteten Räume, ist die einhellige Meinung aller am Umbau beteiligten Firmen hier ist ein optimales zukunftweisendes Projekt erzielt worden. In einer angenehmen Atmosphäre, alles befindet sich auf einer Ebene, und sehr gut durchdachten Aufteilung der Räumlichkeiten, sowie der Zeit voraus gedachten entsprechenden Ausstattung, wird eine optimale Fort- und Weiterbildung für die Zukunft gewährleistet.

Im Eingangs- und Empfangsbereich wird man von den Ton in Ton abgestimmten Farben an Decke, Fußboden und Einrichtung einladend empfangen. Seitlich abgesetzt ist der Bereich für die Biomechanische Analyse mit Laufband. Durch den farbig eingelassenen Effekt im Fußboden wird man zu den weiteren Räumen geführt.

Der Maßraum, ausgestattet mit Druckmessplatten und Scanner auch mit 3-D Technik ist in einem warmen Holzton gehalten und lädt dazu ein, eine optimale Grundlage zur Fertigung von orthopädischen Hilfsmittel in herkömmlicher und Computer unterstützter Arbeit zu fertigen.

Der Maschinenraum, getrennt von der Werkstatt, ist mit den auf den neuesten Stand der Absaugtechnik und Bandschleifmaschinentechnik ausgestattet. Alle Maschinen sind ergonomisch einstellbar.

Die Werkstatt eine Kombination für Leisten-, Bettungs- und Bodenbau und auch für die Schaftfertigung, wurde mit einer neuen Technik der Arbeitstische, die in Höhe und Neigung der Arbeitsplatte ergonomisch zu verstellen sind, das sie im Sitzen als auch im Stehen einzusetzen sind. Komplettiert wird dieses durch neue Steppmaschinen für die Schaftfertigung, Heizplatte, Vacutherm, Langkissenpresse mit 4 Pressstellen, 2 Absaugtischen und einem Sicherheitsschrank.

Im rückwärtigen Bereich befindet sich der ganz neu erstellte PC-Schulungsraum. Für jeden Arbeitsplatz steht ein PC zur Verfügung. Die Schulungen erfolgen mit den neusten auf dem Markt befindlichen Medien der Hard- und Software.

Alles in allem wurde von dem Team der BfO und den Firmen die für Planung und Umsetzung verantwortlich sind ein positiver Meilenstein für die weitere optimale Aus- und Weiterbildung unseres Nachwuchses im Orthopädie- Schuhtechniker Handwerk an der Bundesfachschule für Orthopädie-Schuhtechnik gesetzt.

Die offizielle Eröffnung und Übernahme findet am 07. und 08. September, im Rahmen von Firmenpräsentationen, Vorführungen und Kurzseminaren der neuesten Errungenschaften durch die an der Umsetzung beteiligten Firmen und Zulieferer, statt. Hierzu sind alle Freunde, Gönner, ehemalige Schüler, externe Mitarbeiter der Bundesfachschule recht herzlich eingeladen um mit uns bei Speis, Trank, geselligen Beisammensein und einer Tombola, dieses Ereignis würdig zu feiern.

Die Mitarbeiter der Bundesfachschule freuen sich auf Ihren Besuch.

gez. M. Stelzer
Schulleiter

2002

BfO: Raumnot gehört der Vergangenheit an

 

Der Wunsch nach einem Erweiterungsbau bestand bei der Bundesfachschule in Hannover schon seit einigen Jahren. Jetzt konnte man erweitern – ohne neu bauen zu müssen. Im Gebäude nebenan konnte man die dringend benötigten weiteren Räume schaffen.

 

Man wächst mit seinen Aufgaben. Was man gemeinhin auf die Fähigkeiten einer Person oder einer Organisation bezieht, hat man bei der BfO – auch – wörtlich genommen. In den vergangenen Jahren sah sich die Bundesfachschule nicht nur gestiegenen Anforderungen an die Ausbildung der Meister gegenüber, sondern auch einer gestiegenen Zahl von Sonderkursen und Kursen zur überbetrieblichen Unterweisung von Lehrlingen. Der seit dem Jahr 1999 gültige Ausbildungsrahmenplan sieht vor, dass Arbeitstechniken, die von den Auszubildenden in ihren Betrieben wenig oder gar nicht geübt werden können, in überbetrieblichen Unterweisungen gelehrt werden. Dazu gehören Schaftbau, Fußpflege und die Leisten- und Einlagenfertigung, aber auch die Diabetesversorgung, Orthesen und Bandagen und die Fußdruckmessung. Um 50 Prozent ist die Zahl der Kurse dadurch gestiegen. Dadurch sei es  immer schwieriger geworden, berichten die beiden Fachlehrer Herbert Biermann und Christian Gebhardt, die einzelnen Kurse zu koordinieren. Allein 12 dieser Kurse, mit Teilnehmerzahlen zwischen 10 und 23, bietet die BfO in diesem Jahr an. Die beschränkte Anzahl der Räume machte es fast unmöglich, allen ausreichend Werkstatt- und Übungszeit bieten zu können. Und für die BfO-Leitung um Schulleiter Manfred Stelzer war klar, dass der Meisterkurs auf keinen Fall unter der gestiegenen Zahl der Kurse für die Auszubildenden leiden darf.

Über eine räumliche Erweiterung des Gebäudes am Ricklinger Stadtweg hatte man bei der Bundesfachschule schon länger nachgedacht. Doch die Projekte – Anbau oder Aufstockung des Gebäudes – konnten aus statischen Gründen oder wegen des zu geringen Lichteinfalls in die Räume nicht verwirklicht werden. So hatte man sich bei der BfO in den letzten Jahren auf die „Aufrüstung“ im Werkstatt- und Maschinenbereich und den Aufbau eines Stammes qualifizierter externer Lehrkräfte konzentriert. Auch für die Modernisierung des Internats und der sanitären Anlagen hatte man gesorgt.

 

Einmalige Chance wurde ergriffen

Die Chance zur Erweiterung bot sich letztlich unerwartet und anders als geplant. Im neben der Bundesfachschule liegenden Gebäude; Ricklinger Stadtweg 90, indem jahrelang ein Getränkemarkt untergebracht war, wurden das Erdgeschoss und 3 Wohnungen frei. Schulleiter Manfred Stelzer ergriff diese einmalige Chance und mietete die Räume für Bundesfachschule an. Er war es auch, der das Projekt maßgeblich vorantrieb und sich intensiv und ausdauernd um die nötigen Fördermittel bemühte. Die ersten Gespräche mit der Fürstlichen Hofkammer Bückeburg, der Besitzerin des Gebäudes, fanden im April 2001 statt. Nach einer mündlichen Zusage fand das erste Treffen der am Projekt Beteiligten bereits im Juni 2001 statt. Eine Projektgruppe mit Vertretern des Fördervereins der Bundesfachschule, dem Planungsbüro Ober und Ober, der Ladenbaufirma Universalprojekt, der Fürstlichen Hofkammer als Eigentümer und des Heinz-Piest-Institutes für Handwerkstechnik an der Universität Hannover saß zusammen, um ein Konzept zur Erweiterung der BfO auszuarbeiten. 

Finanziert wurde das Projekt mit Mitteln des Bundes und des Landes, des Landesinnungsverbandes Niedersachsen und des Fördervereins der Meisterschule. Die Förderungswürdigkeit wurde dem Projekt gleich zu Beginn vom Heinz Piest Institut bescheinigt, das im Auftrag des Bundes und des Landes die Notwendigkeit des Projektes untersuchte. So musste die BfO nicht nur nachweisen, dass die alten Räume zu klein sind, sondern auch, dass sie die neuen Räume auch tatsächlich auslasten wird. Während der Planungsphase wachte das Institut darüber, dass alle Räume möglichst optimal genutzt werden und die Mittel dem Zweck entsprechend eingesetzt wurden.

Die positive Beurteilung des Heinz Piest Institutes spielte denn auch eine entscheidende Rolle bei der Bewilligung der Fördermittel durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn und das niedersächsische Kultusministerium und Wirtschaftsministerium.

 

Große Fläche in funktionale Räume aufgeteilt

Das Ergebnis sind über 350 Quadratmeter zusätzlicher Fläche mit einer Einrichtung, die nun optimale Voraussetzungen für die Fort- und Weiterbildung bietet. Ein zusätzlicher Maßraum, ein Maschinenraum, ein Werkstattraum, ein Computerraum und der Eingangsbereich mit Rezeption, Wartebereich und Laufanalyse, bieten nicht nur genügend Platz für alle Kurse, sondern eröffnen auch neu Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung.

Einen großen Raum ohne Zwischenwände hatte Planer Stefan Ober vorgefunden, der möglichst optimal entsprechend den räumlichen und technischen Anforderungen aufgeteilt werden musste. Frühzeitig bezog er deshalb die Lieferanten mit in die Planung ein. So konnte zum Beispiel Björn Gustafssons, der die Hard- und Software für die Bewegungsanalyse lieferte und installierte, seine Vorstellungen vom Raumbedarf und von der Geräteanordnung schon in die Raumplanung einbringen. Der Hausbesitzer zeigte sich bei allen erforderlichen Maßnahmen am Gebäude und an der Fassade sehr großzügig. So zog er die einstmals im Erdgeschoss zurückversetzte Wand bis zur Außenmauer vor und schuf so zusätzlichen Platz für Werkstatt und PC-Schulungsraum. Alle Beteiligten haben bei diesem Projekt vorbildlich zusammengearbeitet, lobt Architekt Stefan Ober seine Mitstreiter. Für die Umsetzung der Entwürfe sorgte die Firma Universalprojekt, Hardheim, die die Inneneinrichtung lieferte und auch für die Bauleitung verantwortlich zeichnete.

 

Platz für Bewegungsanalyse

Der Eingangsbereich der neuen Räume ist durch die Glasfassade hell und freundlich. Den Besucher empfängt eine halbkreisförmige Rezeption, Rechts daneben befindet sich der Wartebereich mit Tisch und Stühlen für Patienten. Links von der Rezeption ist die Technik für die Bewegungsanalyse installiert. Auf eine räumliche Abtrennung wurde bewusst zugunsten einer insgesamt freundlicheren und großzügigen Raumwirkung verzichtet. Zwei digitale Videokameras mit High-Speed-Shutter für Aufnahmen aus der Sagittal- und der Frontal-/Dorsalebene sind installiert, wobei die Kamera für die Frontal-/Dorsalebene auf einem höhenverstellbaren Kameraschlitten installiert ist. So kann man durch einfaches Hochfahren der Kamera auch Aufnahmen der Beinachse und der Beckenregion machen. Eine ausreichend dimensionierte Lichtanlage sorgt für scharfe Bilder. In diesen Bereich integriert ist auch eine Liege für Ausbildungsinhalte aus dem Bereich Physiotherapie. Die elektronische Fußdruckmessung soll ebenfalls in diesem Bereich eingesetzt werden.

Der neue Maßraum, direkt hinter der Rezeption gelegen, verfügt über 6 Plätze, zum Teil mit elektronischer Trittspur oder 3-D Scanner ausgestattet. Zur besseren Ausnutzung des Raumes, sind die Treppenstufen, analog zur Lösung im Stammgebäude, zum Teil unter dem Maßplatz verstaut und werden bei Bedarf herausgezogen.

 

Werkstatt mit vielen Möglichkeiten

9 Schleifmaschinen, 1 Fräs-Schleifmaschine und eine Poliermaschine stehen im separaten Maschinenraum zur Verfügung, der sich an Eingangsbereich und Maßraum anschließt. Alle Maschinen, bis auf die Poliermaschine, sind höhenverstellbar und können individuell auf die unterschiedlichen Körpergrößen angepasst werden. Eine im Keller installierte Absauganlage, an die die alle Maschinen außer der  Fräs-Schleifmaschine angeschlossen sind – hier wäre aufgrund der baulichen Gegebenheiten ein Anschluss zu aufwendig geworden –, sorgt für saubere Luft in der Werkstatt und eine zentrale Sammlung des Schleifstaubes. Ein Druckluftkompressor im Keller versorgt nicht nur die hydraulische Bandspannung der Schleifmaschinen, sondern auch den Vacutherm und die Sohlenpresse sowie jeden Arbeitsplatz in der Werkstatt.

Vielen Anforderungen gerecht werden musste der Werkstattraum, der gleichzeitig für Bettungs- und  Bodenbau als auch für die Schaftfertigung genutzt werden soll. Das eine erfolgt im Sitzen, das andere im Stehen – welcher Tisch ist hier der richtige? Die Lösung: Arbeitstische, die nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Neigung verstellt werden können. 
6 hydraulisch gesteuerte Teleskopbeine regulieren stufenlos die individuell gewünschte Arbeitshöhe von 700 bis 1100 mm. Nicht nur die Arbeitsplatte wird auf gewünschte Arbeitshöhe gefahren, sondern der gesamte abschließbare Schubladenblock als Stauraum für Werkzeuge und andere Arbeitsutensilien vollzieht die Höhenregulierung für optimales ergonomisches Arbeiten. Durch Kippschalter werden die elektrischen Ölpumpen aktiviert und lassen die Teleskopbeine und die Neigungsregulierung in die gewünschte Position fahren. Die Arbeitsplatte lässt sich bis zu einer Neigung von 30° verstellen und wechselt so von einer einfachen Werkbank zu einem vollwertigen Zuschneidetisch.
Komplettiert wird die Werkstattaustattung durch neue Steppmaschinen für die Schaftfertigung, Heizplatte, Vacutherm, eine Langkissenpresse mit 4 Pressstellen, 2 Absaugtische und einen Sicherheitschrank.

 

Computer: Interaktiv statt zuschauen

Der Computerschulungsraum ist im rückwärtigen Bereich angesiedelt. Jeder Platz ist hier mit einem eigenen Rechner ausgestattet. Insgesamt stehen 11 PC zur Verfügung, die untereinander und mit den Mess-Stationen im Maßraum und bei der Bewegungsanalyse vernetzt sind. So können die erfassten Daten sofort von einer größeren Gruppe betrachtet und jeweils individuelle an einem der Computerarbeitsplätze weiterbearbeitet werden. Analysesoftware für die Fußdruckmessung oder die Laufanalyse, aber auch  Softwaresysteme aus dem Bereich der Abrechnung können hier nicht nur demonstriert, sondern direkt angewendet werden.

Werkstatt, Maschinen und Maßraum sind nun in doppelter Ausführung vorhanden, denn selbstverständlich werden die bestehenden Räume, die 1995 modernisiert wurden, weiterhin benutzt. Räume für Gießharzarbeiten, Gipsen und die Fußpflege sind weiterhin nur im Stammhaus vorhanden. Eine feste Aufteilung, wie die Räume genutzt werden – Meisterkurs, Sonderlehrgänge, Lehrlingsausbildung – wird es nicht geben. Je nach den Anforderungen und den Gruppengrößen sollen die Räume vergeben werden. Die Zeiten, in denen mit dem vorhandenen Platz „jongliert“ werden musste, dürften jetzt aber vorbei sein. be 

Verfasser: Wolfgang Best

Maurer Verlag

2001

 

Die BfO ist in den letzten Jahren dem stetig wachsenden technischen „Knowhow“ und den neuen Aufgabenbereichen in der Orthopädieschuhtechnik durch kontinuierliche „Aufrüstung“ im Werkstatt und Maschinenbereich sowie durch den Aufbau eines Stammes hochqualifizierter Externer Lehrkräfte und der ständigen Weiterbildung der fest angestellten Dozenten im Hause gerecht geworden.

Diese ständigen Verbesserungen dienen nicht nur den Meisterschülern des HL 1, sondern auch den Auszubildenden, die in Rahmen der Überbetrieblichen Unterweisung hier ihre Fertigkeiten und Kenntnisse vertiefen und festigen sowie den zahlreichen Sonderlehrgängen deren Angebote und Buchungen die räumlichen Kapazitäten zu sprengen drohen.

Um dem aus dem Wege zu gehen hat der Schulleiter Herr OSM Manfred Stelzer eine einmalige Chance ergriffen; es konnten die Räume des unmittelbar benachbarten  ehemaligen Getränkemarktes langfristig von der Fürstlichen Hofkammer Hannover angemietet werden. Darüber hinaus sind auch sofort drei Wohnungen im selben Haus angemietet worden, die nun Schülern, die nicht im Internat wohnen können oder wollen zur Verfügung stehen. Ältere Projekte wie Anbau oder Aufstockung, die in den vergangenen Jahren aus verschiedenen Gründen, wie: zuwenig Tageslichteinfall oder mangelnde Statik scheiterten, waren somit aus dem Rennen.

 

Indes konnte der Schulträger den Bewohnern des angebundenen Internats neue Duschen und Toilettenräume bescheren, die in den letzen Jahren immer wieder Anlass zur berechtigten Beschwerde gaben.

1998

Wiederum galt es eine Lücke zu schließen, als Herr Bromme nach vier jähriger Tätigkeit die Schule verließ. Mit Herrn OSM Olaf Glindemann, der als Bester seines Jahrganges direkt nach abgelegter Meisterprüfung 1998 in den Dienst der BfO eintrat und 1999 zum fachlichem Leiter aufstieg, wurde ein adäquater Ersatz und zugleich „junges Blut“ in die Führungsriege der BfO eingebracht. Herr Glindemann erfuhr bei seiner Arbeit tatkräftige Unterstützung von Herrn OSM Herbert Biermann, der seither eine weiterer tragende Kraft dieser Schule ist.

  

1997

 

Als dann im Jahre 1997 der damals noch niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder die Schule besuchte und Gelder zur Förderung der Lehrlingsausbildung zur Verfügung stellte war ein weiteres Kapitel in Sachen Ausbildung geschrieben, welches dem Handwerk zukunftssichernde Perspektiven gab.

 

Der Sozialdemokrat nimmt sich viel Zeit für seinen Besuch:

Schröder sagt der BfO Landesmittel
für die Lehrlingsausbildung zu

Hannover. Einen Freund und Förderer ganz oben in der Politik hat die Bundesfachschule für Orthopädie (BfO): Gerhard Schröder kam noch als Niedersächsischer Ministerpräsident auf Stippvisite nach Hannover-Ricklingen. Er hatte gute Nachrichten im Gepäck: Die Lehrlingsausbildung an der BfO wird vom Land Niedersachsen finanziell unterstützt.

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Fast zwei Stunden nahm sich der Sozialdemokrat Zeit, um mit Geschäftsführer Manfred Stelzer und dem Vorsitzenden des Landesinnungsverbandes, Wilfred Haselsteiner, über die Arbeit an der BfO zu sprechen. Er zeigte sich beeindruckt über das Know-how und die technische Ausstattungen.

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Ein Kontakt, der für das BfO- Team sicher noch nützlich sein kann.

Wirtschaftsministerium stimmt zu:
BfO ist europäisches Bildungszentrum

Hannover. Tausende von Lehrlingen und Meistern sind dort ausgebildet worden, aus denen in der Regel absolute Profis in ihrem Fachgebiet wurden. Der Bundesfachschule für Orthopädie (BfO) in Hannover-Ricklingen eilt der Ruf voraus, eine der besten bundesdeutschen Ausbildungsstätten zu sein. Kein Wunder, dass etwa 500 Personen pro Jahr Lehrgänge oder Seminare besuchen. Qualität, die überzeugt hat: Mit Zustimmung des Niedersächsischen Wirtschaftsministerium darf sich die BfO jetzt europäisches Bildungszentrum nennen.

Geschäftsführer Manfred Stelzer und seinem Team ist es mühelos gelungen, den strengen Kriterien gerecht zu werden, die Voraussetzungen für diesen Titel sind. Sowohl die technischen als auch die fachlichen Voraussetzungen sind erbracht. Die Technik der BfO ist auf dem neuesten Stand, die Ausbilder und Dozenten sind absolute Fachleute auf ihrem Gebiet.

1994

 

Nach dem Ausscheiden von Herrn OSM Vollmert (1994), konnte Herr OSM Manfred Stelzer als Schulleiter verpflichtet werden der dann die Neuausstattung des Schaftraumes mit modernsten Nähmaschinen und neuen Werkbänken in die Wege leitete.

 

Unter der genauso straffen wie auch exzellenten Ausbildung Von Herrn Ing. OSM Hansgünther Bromme als fachlicher Leiter, wurde das gesteckte Ziel der ständigen Verbesserung der Ausbildung im Handwerk Für Meister, Gesellen, Fußpfleger und Auszubildende, mehr als erreicht, was letztendlich die jährlich wachsenden Anmeldungen in allen Bereichen belegten.

1979

 

Als dann im Jahre 1979 Herr Ernst Meyer in den wohl verdienten Ruhestand trat, galt es diese Lücke zu schließen und somit konnte das Amt des Direktors übergangslos an Herrn Klömpken übergeben werden. Da im Laufe der Jahre die Teilnehmerzahlen stetig stiegen, sowie das Angebot an Sonderkursen und damit auch die räumlichen Anforderungen, konnte 1980 der Anbau an das Gebäude der BfO feierlich eingeweiht werden. Mit einer zweiten großen Bodenwerkstatt und neuen Theorieräumen war nun der Weg frei den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

 

In den Jahren danach wurde der Notwendigkeit genüge getan und die Werkstätten mit Maschinen, Geräten sowie einer Kunststoffwerkstatt des neusten technischen Standards ausgerüstet, was nur durch innerschulisch wirtschaftliches Handeln, nicht zuletzt aber durch die Großzügigkeit jedes einzelnen Mitglieds des Fördervereins möglich war.

 

Jetzt war es machbar neueste Versorgungstechniken auch im Gießharzvakuumverfahren durchzuführen. Ebenso wurde auch der Fußpflegeraum mit Nassgeräten ausgestattet und der Maßraum wurde vom Gips-Nassraum getrennt, so dass das Maßnehmen für den Probanten wesentlich freundlicher wurde.

1976

 

1976 konnte die Schule mit Herrn Cohrs, als staatlich anerkannten med. Fußpfleger eine weitere Fachkraft dazugewinnen, die bis heute durch Kontinuität und Fachkompetenz eine der tragenden Säulen der Bundesfachschule ist.

1970-1974

 

Durch die nun berufspolitische Trennung beider Handwerke, wurde deutlich, dass für das Schuhmacherhandwerk die Schule auf Dauer nicht mehr tragbar sein würde und somit wurde 1970/71 das Orthopädieschuhmacherhandwerk als Miteigentümer eingetragen, bis sich dann 1974 die Schuhmacherzunft durch einen Totalausstieg zurückzog, worauf dann die Bundesfachschule für Orthopädieschuhtechnik am 08. Februar 1974 die Tore öffnete. Ein lud zur feierlichen Einweihung seiner neuen Ausbildungsstätte der damals noch junge BIV unter dem Vorsitz von Herrn Walter Schievink zusammen mit dem Förderverein der BfO mit Herrn Ihrig an seiner Spitze, alle Mitglieder Freunde und Förderer an den Ricklinger Stadtweg nach Hannover.

 

Herr Ernst Meyer übernahm nun das Amt des Direktors dieser Schule und konnte somit seine Erfahrungen als ehemaliger Leiter der Forschungsabteilung „Orthopädieschuhtechnik“ im Annastift der Schule und dem Handwerk mit ständigen Innovationen zu Gute kommen lassen.

1957

 

Schon 9 Jahre nach der Gründung der deutschen Schuhmacherfachschule unter der Leitung von Direktor Wilhelm Löhl konnte ein eigener Bauplatz für neue Räumlichkeiten gefunden werden, die nach ihrer Fertigstellung 1957 dem Handwerk zum Wohle seiner Weiterbildung zum damals höchstem  Kenntnisstand zur Verfügung gestellt werden.

Neben Vorbereitungslehrgängen zur Meisterprüfung im Schuhmacher- und Orthopädieschuhmacherhandwerk wurden diverse Sonderlehrgänge wie Leistenbau und Einlagenbau durchgeführt. Fußpflege war ein weiteres Feld mit einer Teilnehmerkapazität von vierzehn Schülern.